Ressourcen für Betroffene, die mit oder nach einer Krebsdiagnose arbeiten.
Betroffene, die mit oder nach einer Krebsdiagnose arbeiten, finden Unterstützung zum Thema Arbeit unter anderem bei Krebsberatungsstellen, psychoonkologischen Angeboten, Sozialberatungen und spezialisierten Informationsplattformen. Diese helfen bei Fragen zum Arbeiten während der Behandlung, zum Wiedereinstieg nach Krebs sowie zu sozialrechtlichen Themen und Belastungen im Arbeitsalltag.
Arbeiten mit & nach Krebs – wie geht das?
Eine Krebsdiagnose verändert vieles – auch das Arbeitsleben. Manche Menschen arbeiten während der Behandlung weiter, andere pausieren und kehren später in den Beruf zurück. Viele stellen sich Fragen rund um Krebs und Arbeit, Arbeiten während der Erkrankung oder den Wiedereinstieg nach Krebs.
Auf dieser Seite haben wir einige besonders hilfreiche Ressourcen zusammengestellt. Sie bieten verlässliche Informationen, persönliche Beratung oder Austauschmöglichkeiten für Menschen, die mit oder nach einer Krebsdiagnose arbeiten.
Wir haben bewusst nur wenige, besonders verlässliche Ressourcen ausgewählt. Sie bieten fundierte Informationen und persönliche Unterstützung für Betroffene.
Welche Unterstützung gibt es für Menschen, die mit oder nach Krebs arbeiten?
Menschen mit Krebs können in unterschiedlichen Situationen Unterstützung brauchen. Einige arbeiten während der Behandlung weiter, andere kehren nach einer längeren Krankheitsphase in den Beruf zurück.
Unterstützung bieten zum Beispiel:
Krebsberatungsstellen
Informationsdienste
Sozialberatung
Reha- und Wiedereingliederungsangebote
Selbsthilfegruppen
Die folgenden Ressourcen können dabei helfen, Orientierung zu finden und nächste Schritte zu klären.
Beratung, Informationen & Unterstützung
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Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet wissenschaftlich fundierte und verständliche Informationen rund um Krebs. Betroffene können sich telefonisch oder per E-Mail beraten lassen und erhalten Unterstützung bei der Orientierung nach der Diagnose oder bei Fragen zum Alltag mit der Erkrankung.
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Diese Seite des Krebsinformationsdienstes informiert speziell über das Thema Krebs und Arbeit. Sie beantwortet Fragen zum Arbeiten während der Behandlung, zum Wiedereinstieg nach Krebs sowie zu sozialrechtlichen Themen und Unterstützungsangeboten im Berufsleben.
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Das Zentrum für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts veröffentlicht aktuelle Zahlen zu Krebs in Deutschland, etwa zur Häufigkeit verschiedener Krebsarten oder zu Überlebensraten. Die Seite bietet eine gute Orientierung für Menschen, die mehr über statistische Hintergründe ihrer Erkrankung erfahren möchten.
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Das Onko-Portal bietet eine Übersicht über zertifizierte Krebszentren und onkologische Behandlungseinrichtungen in Deutschland. Betroffene können dort spezialisierte Zentren für ihre Krebsart finden.
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Psychosoziale Krebsberatungsstellen unterstützen Betroffene und ihre Angehörigen bei emotionalen, organisatorischen und sozialen Fragen rund um die Erkrankung. Die Beratung ist in der Regel kostenfrei und kann vor Ort oder telefonisch stattfinden.
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Die Landeskrebsgesellschaften bieten in vielen Regionen psychosoziale Beratung und Unterstützung für Menschen mit Krebs sowie ihre Angehörigen. Über diese Übersicht der Deutschen Krebsgesellschaft lassen sich Angebote und Beratungsstellen im jeweiligen Bundesland finden.
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Die AYApedia zum Thema Ausbildung und Beruf richtet sich speziell an junge Menschen mit Krebs und informiert über Ausbildung, Studium und berufliche Perspektiven nach der Diagnose.
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Die stufenweise Wiedereingliederung – auch „Hamburger Modell“ – ermöglicht einen schrittweisen Einstieg zurück ins Arbeitsleben nach längerer Krankheit. Die Deutsche Rentenversicherung informiert über Voraussetzungen, Ablauf und Unterstützungsmöglichkeiten.
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Die Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs unterstützt Betroffene zwischen 18 und 39 Jahren durch Informationsangebote, Projekte und Austauschmöglichkeiten rund um das Leben mit und nach Krebs.
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Die Initiative Jung & Krebs vernetzt junge Menschen mit Krebs und bietet Austausch sowie Informationen zu Themen, die speziell junge Betroffene betreffen.
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LebensHeldin! unterstützt Frauen nach einer Brustkrebsdiagnose durch Austausch, Coaching-Programme und Empowerment-Angebote.
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Die Plattform Kurvenkratzer erzählt Geschichten von Menschen mit Krebs und schafft Raum für Austausch und Sichtbarkeit von Betroffenenperspektiven.
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Das Haus der Krebs-Selbsthilfe ist der Dachverband zahlreicher Krebs-Selbsthilfeorganisationen in Deutschland. Betroffene finden hier Informationen über Selbsthilfegruppen und Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
FAQ
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Ob man während einer Krebsbehandlung arbeiten kann (und möchte), hängt von vielen Faktoren ab – zum Beispiel von der Art der Behandlung, der individuellen Belastbarkeit und der beruflichen Tätigkeit. Manche arbeiten in reduziertem Umfang weiter, andere pausieren und kehren später in den Beruf zurück.
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Beim Wiedereinstieg ins Arbeitsleben können verschiedene Unterstützungsangebote helfen. Dazu gehören zum Beispiel Krebsberatungsstellen, Reha-Angebote, Sozialberatungen und spezialisierte Informationsplattformen. Sie unterstützen Betroffene dabei, organisatorische Fragen zu klären und den beruflichen Wiedereinstieg vorzubereiten.
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Beratung finden Betroffene unter anderem bei Krebsberatungsstellen, psychoonkologischen Angeboten und Informationsdiensten wie dem Krebsinformationsdienst. Viele dieser Angebote unterstützen auch bei Fragen zu Arbeit, Belastbarkeit und sozialrechtlichen Themen.
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Grundsätzlich sind Betroffene nicht verpflichtet, ihrem Arbeitgeber eine Krebsdiagnose mitzuteilen. Ob und wann eine Offenlegung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab – etwa von der Art der Tätigkeit, der geplanten Behandlung oder notwendigen Anpassungen im Arbeitsalltag. Es hängt von der individuellen Situation, dem eigenen Arbeitsumfeld und der Unternehmenskultur ab. Bei der Entscheidungsfindung unterstützen kann die Website Sag ich’s der Universität Köln.
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Eine häufig genutzte Möglichkeit ist die stufenweise Wiedereingliederung (auch „Hamburger Modell“). Dabei kehren Betroffene schrittweise in den Arbeitsalltag zurück und erhöhen ihre Arbeitszeit nach und nach. Ziel ist es, Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit langsam wieder aufzubauen.
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Viele Betroffene erleben nach einer Krebsbehandlung Veränderungen wie Fatigue, Konzentrationsprobleme oder eine geringere Belastbarkeit. In solchen Situationen kann es sinnvoll sein, Arbeitszeiten anzupassen, Aufgaben zu verändern oder gemeinsam mit Arbeitgeber:innen und Beratungsstellen nach passenden Lösungen zu suchen.
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Für viele Betroffene ist Arbeit ein wichtiger Teil des Lebens – sie kann Struktur, finanzielle Sicherheit und soziale Kontakte bieten. Gleichzeitig verändert eine Krebsdiagnose oft die eigene Belastbarkeit oder den Blick auf die berufliche Zukunft. Deshalb ist es wichtig, passende Unterstützung und gute Lösungen für den Umgang mit Arbeit während oder nach der Erkrankung zu finden.
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Viele Betroffene profitieren davon, sich beraten zu lassen oder sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Communities können helfen, Erfahrungen zu teilen, Orientierung zu finden und neue Perspektiven für den Umgang mit Arbeit und Krankheit zu entwickeln. Wir von #einevonacht bieten mit dem Work & Cancer Circle ein monatliches Online-Meeting speziell zum Thema Arbeiten mit & nach Krebs – nur für Betroffene.
Weitere Unterstützung zum Thema Arbeiten mit & nach Krebs.
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Weitere Unterstützung zum Thema Arbeiten mit & nach Krebs. +++
Mit #einevonacht setzen wir uns für eine Arbeitswelt ein, in der offen über Krebs gesprochen werden kann – ohne Stigmatisierung oder Unsicherheiten.
Wir unterstützen Betroffene, Teams und Führungskräfte dabei, gute Lösungen für den Umgang mit Krebs im Arbeitskontext zu finden.